Anna Thede

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der AG Schulforschung/ Schulpädagogik
ArbeitsbereichSchulentwicklungs- und Schuleffektivitätsforschung

Aktuelles

Sprechzeiten in der vorlesungsfreien Zeit und im Wintersemester 2022/23:
nach Absprache per E-Mail

Ausschreibung von Bachelorarbeiten

Liebe Studierende,

im kommenden Sommersemester 2022 vergeben meine Kollegin Nadine Baston und ich Bachelorarbeiten zu dem Thema:

Videoanalyse der Basisdimensionen guten Unterricht (Klassenführung, Klassenklima, Kognitive Aktivierung) in hybriden und online durchgeführten Lernsettings.

Die genannten Themenvorschläge richten sich an Studierende, die Interesse daran haben Unterrichtsvideos mit Hilfe von selbst entwickelten Instrumenten (bspw. Kategorien oder Indikatoren) zu untersuchen und zielgerichtet zu analysieren. Hierbei steht Ihnen eine Lehr-Lern-Plattform zur Verfügung, auf der Sie die Analyse der Videos aktiv vornehmen werden. Der Analyseprozess und die Arbeit mit/auf der Plattform soll dabei durch Evaluationsbögen von uns begleitet werden. Startzeitpunkt der Betreuung ist ab Juni 2022 vorgesehen.

Bei Interesse melden Sie sich gerne per E-Mail bei uns. (nadbasto@uni-mainz.de oder athede@uni-mainz.de)

Alle Betreuungsplätze für das Sommersemester 2022 sind mittlerweile vergeben.

Curriculum Vitae

Seit 03/2019
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG Schulpädagogik/ Schulforschung am Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Mainz

01/2017-02/2019
Mitarbeiterin in Praxis für Lernförderung und Diagnostik, Wiesbaden

2014-2016
Studium des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Abschluss M.A.)

2010-2014
Studium der Fächer Deutsch, Französisch und Bildungswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Abschluss B.Ed.)

2009
Abitur

Publikationen

Beiträge in Zeitschriften
Thede, A., Raffele, C. R., Gabriel-Busse, K. & Thiele, S. (angenommen, 2021). Reflexionsfähigkeit von Studierenden in Lehr-Lern-Laboren fördern – Ein Prozessmodell zur Reflexion von Sprachhandlungen im Fremdsprachenunterricht. heiEDUCATION Journal.

Vorträge

Nadine Baston, Anna Thede, Katrin Gabriel-Busse, Marius Harring: Die digitale Lehr-Lern-Plattform für angehende Lehrpersonen – Ein Ort perspektivenübergreifender und interdisziplinärer Analyse von Unterricht. Vortrag im Rahmen der MoSAiK-Tagung (Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung). Universität Koblenz/ Landau am 06.04.2022.

Thede, A. L. (2022). Digitale Unterstützungsmaßnahmen für den experimentellen Sachunterricht. Eine ergänzende Lern-App zu den Klassenkisten „Schwimmen und Sinken“. Vortrag gehalten im Rahmen der Nachwuchstagung der Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU) in Köln, 10. März 2022 (digitale Tagung).

Thede, A. L., Gabriel-Busse, K., & Hardy, I. (2021). Kompetenzerleben und kognitive Aktivität im Sachunterricht der Grundschule. Poster präsentiert auf der Sektionstagung empirische Bildungsforschung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) sowie der Kommission Bildungsplanung, Bildungsorganisation und Bildungsrecht (KBBB) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 13.-15. September 2021 (digitale Tagung).

Projekte

Lehr-Lern-Forschungslabor

Publikationen zum Projekt:

  • Thede, A., Gabriel-Busse, K., Raffele, C. R., & Thiele, S. (eingr.). Reflexionsfähigkeit von Studierenden im Rahmen von Lehr-Lern-Forschungslaboren fördern – ein Kooperationsprojekt der Fächer Bildungswissenschaften und Romanistik. heiEDUCATION Journal.
  • Gabriel-Busse, K., Groß-Mlynek, L., Feldhoff, T., & Harring, M. (2020). Eine Unterrichtssequenz – unterschiedliche Einschätzungen. Analyse videografierter Unterrichtssequenzen als Bestandteil einer evidenzbasierten Lehrer/innenausbildung. In I. Gogolin, B. Hannover & A. Scheunpflug (Hrsg.), Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. Band 4: Evidenzbasierung in der Lehrkräftebildung. (S. 291-314). Wiesbaden: Springer.
  • Baston, N., Feldhoff, T., Gabriel-Busse, K., Graf, T., Groß-Mlynek, L., Harring, M., Lenski, E. A., & Peitz, J. (2019): Lehr - Lern- Labore: Der Transfer zwischen MINT- und geistes- sowie sozialwissenschaftlichen Fächern. In: A. Bresges, M. Harring, A. Kauertz, V. Nordmeier, I. Parchmann, & P. Post, (Hrsg.), Verzahnung von Theorie und Praxis im Lehramtsstudium. Erkenntnisse aus Projekten der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (S. 141-149). Bielefeld: W. Bertelsmann.

Reflexionsfähigkeit von Studierenden in Lehr-Lern-Laboren fördern

Prozessmodell zur Reflexion von Sprachhandlungen im Fremdsprachenunterricht (ProReflex) – theoretische Entwicklung und Implementierung in die Hochschule zur Lehrkräftebildung

Schlüsselwörter: Reflexionsfähigkeit, Reflexionstiefe und -breite von Sprachlern- und -lehrkompetenz, Fremdsprachenunterricht, Lehr-Lern-Forschungslabore

Zusammenfassung: Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt der Bildungswissenschaften (Jun. Prof.´in Dr. Katrin Gabriel-Busse & M.A. Anna Thede) und der Fachdidaktik der romanischen Sprachen und Literaturen (Prof.´in Dr. Sylvia Thiele und C.R. Raffele) beschäftigt sich mit der Frage, wie die Reflexionsfähigkeit angehender Lehrer:innen romanischer Idiome als Fremdsprachen erfasst und im Rahmen von Lehr-Lern-Forschungslaboren (LLF) gefördert werden kann. Im Rahmen des Projekts wurde ein theoretisches Prozessmodell entwickelt, das die Reflexionsfähigkeit durch die Bestimmung der Reflexionsqualität (vgl. Leonhard, 2008) erfasst, wobei letztere die Analyse der fachspezifischen Reflexionsbreite und -tiefe beinhaltet. Ziel des ‚Prozessmodells zur Reflexion der Sprachhandlungen im Fremdsprachenunterricht (ProReflex)‘ ist es, die Reflexion von Sprachhandlungen (eigene/fremde – im Speziellen der Studierenden in der Rolle von Lehrkräften oder von Schüler:innen) im romanischen Fremdsprachenunterricht (FSU) zu analysieren. Die Reflexionsbreite orientiert sich hierbei an den fremdsprachlichen Sprachkompetenzen Lehrender und Lernender (in Anlehnung an KMK, 2012) sowie an der Sprachlehrkompetenz (Thede et al., 2022). Die Reflexionstiefe wird in Anlehnung an das zyklische Modell ‚ERTO‘ für Reflexion (vgl. Krieg & Kreis, 2014) erfasst, wobei die zuvor definierte Reflexionsbreite integriert wird. Ausgehend von der Darstellung eines Ereignisses (Sprachhandlung) (z.B. im Rahmen einer schriftlichen Reflexion des eigenen Unterrichts, der mittels Videografie aufgezeichnet wurde) kann somit analysiert werden, inwieweit ein Reflexionsprozess bei den Studierenden ausgelöst wird und wie sich dieser in Breite und Tiefe gestaltet.

Durch das Kodieren der Reflexionsqualität (Reflexionstiefe und -breite) in Bezug auf die Sprachhandlungen kann zukünftig nicht nur das Vorkommen bestimmter Aspekte der Reflexionsbreite analysiert, sondern auch ein Beitrag zur Optimierung und Weiterentwicklung der Reflexionsqualität im Rahmen des Lehramtsstudiums geleistet werden, indem im Rahmen der LLF gezielt bislang nicht berücksichtigte Reflexionsanlässe gesetzt werden. Durch die Kodierung von Ereignissen speziell in Bezug auf die Sprachlehrkompetenz im Rahmen eigener Unterrichtsvideos im LLF können darüber hinaus Wirkungszusammenhänge zwischen der Reflexionsqualität und weiteren Aspekten der Unterrichtsqualität (z.B. kognitive Aktivierung) oder professionellen (Wahrnehmungs-)Kompetenz identifiziert werden. Nach einer erfolgreichen Pilotierungsphase besteht die Möglichkeit, das Prozessmodell im Rahmen des Studienseminars oder in Lehrer:innenfortbildungsveranstaltungen einzusetzen.

Aktueller Stand des Projekts (SoSe 2022): Das theoretische ProReflex-Modell wird aktuell empirisch validiert. Die Datengrundlage bilden die im LLF Romanistik entstanden schriftlichen Reflexionen von Studierenden. Die deduktiv entwickelten Kategoriensysteme zur Analyse der Reflexionsbreite und -tiefe (vgl. Thede et al., 2022) sollen auf ihre Funktionalität und Güte hin überprüft werden. Die Auswertung der schriftlichen Reflexionen von Studierenden erfolgt durch zwei studentische Hilfskräfte.

Erste Publikationen und Vorträge:

  • Thede, A.; Raffele, C. R.; Gabriel-Busse, K. & Thiele, S. (2022). Reflexionsfähigkeit von Studierenden in Lehr-Lern-Laboren fördern – Ein Prozessmodell zur Reflexion von Sprachhandlungen im Fremdsprachenunterricht. heiEDUCATION Journal.

Abstract angenommen:

  • Raffele, C.R. & Thede, A. (2022). Reflexion von Sprachhandlungen im französischen Fremdsprachenunterricht – ein Prozessmodell. Einzelvortrag im Rahmen des 13. Kongresses des Frankoromanistenverbandes, Wien, 21.-24.09.2022.
  • Thede, A., Raffele, C.R. & Gabriel Busse, K. (2022). ProReflex(FSU)! – Empirische Erfassung der Reflexionsqualität Lehramtsstudierender für den romanistischen Fremdsprachenunterricht durch Lehr-Lern-Forschungslabore. Einzelvortrag im Rahmen der k2teach Reflexionstagung: Reflexion in der Lehrkräftebildung. Empirisch – phasenübergreifend – interdisziplinär. Berlin/ Potsdam, 5.-7.10.2022 (online Tagung).

Mitgliedschaften

  • Mitglied des Zentrums für Bildungs- und Hochschulforschung (ZBH), Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Assoziiertes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGFE)
  • Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts e.V. (GDSU); AGs: Medien und Digitalisierung, Nachwuchsförderung/ Forschung, Technische Bildung.

Lehre

  • Modul 1: Einführung in die Schulpädagogik
  • Modul 2: Unterricht beobachten, rekonstruieren und initiieren