Forschungsschwerpunkte/ -projekte

Zur Konstituierung von Gegenständen – französisch-deutsche Rekonstruktionen

„Zur Konstituierung von Gegenständen in politisch-historischen Unterrichtssituationen – Eine vergleichende Rekonstruktion am Beispiel von Frankreich und Deutschland“: Mit dem von der DFG geförderten Projekt soll anhand von politisch-historischen Unterrichtssituationen rekonstruiert werden, wie Unterrichtsgegenstände von Lehrpersonen und Schüler_innen in Sekundarschulen in Deutschland und in Frankreich kommunikativ und interaktional hergestellt werden. Die Studie reiht sich ein in wenige bislang vorliegende qualitative Studien einer vergleichenden deutsch-französischen Unterrichtsforschung.

Projektmitarbeit: Dr. Christophe Straub, Noémie Genet
Kooperation: Prof. Dr. Christiane Montandon, Dr. Frédérique Montandon, beide Université Paris Est Créteil; Prof. Dr. Yves Reuter Université de Lille3; Prof. Dr. Herbert Kalthoff JGU Mainz; AK für Fachunterrichtsforschung Politik, DFDK Mainz-Dijon

 

Adressierungen und Interaktionen in kulturellen Kontexten

Aus laufenden Forschungsprojekten und schulpraktischen Studien gehen Beobachtungen und Dokumente des Unterrichtens (Sequenzen, Materialien) hervor. In einem Verständnis von Unterricht als Interaktionsgeschehen werden diese als Fallstudien für forschungsorientierte Veranstaltungen und Werkstätten in der universitären Lehrerbildung aufbereitet (Schelle/Rabenstein/Reh 2010). Ein Online-Archiv für die interne Nutzung von Dokumenten aus Deutschland, Frankreich, Senegal ist an der JGU eingerichtet (www.blogs.uni-mainz.de/fallarchivlb). Eine Monographie zur methodengeleiteten kasuistischen Arbeit mit dokumentierten Unterrichtssituationen aus Deutschland, England, Frankreich und Senegal ist in der Vorbereitung, gemeinsam mit Prof. Dr. Bettina Fritzsche, Dr. Roswitha Lehman-Rommel, beide PH-Freiburg, Prof. Dr. Sabine Reh, HU Berlin/DIPF.

 

Kultur-hermeneutische Pädagogik

Wie lässt sich Unterricht aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten analysieren? Zur Beantwortung dieser Frage wird eine kultur-hermeneutische Pädagogik (Schelle 2003) mit beobachteten Praktiken didaktischen Handelns im Unterricht in Frankreich, Senegal und in Deutschland verzahnt. Nahegelegt ist dabei eine reflexive Unterrichtsforschung, mit der sich methodologische Selbstverständlichkeiten hinterfragen lassen und Potentiale vergleichender Rekonstruktionen sichtbar werden. Erste Beiträge dazu sind in Herausgeberbänden (2012, 2013, 2016) erschienen. Ziel des Projektes ist die Begründung einer kultur-hermeneutischen Kasuistik für die Lehrerbildung, die Schul- und Unterrichtsalltag in unterschiedlichen kulturellen Kontexten methodengeleitet in den Blick nimmt.

Kooperation: Sciences de l’éducation Université Paris Est Créteil, FASTEF, Université Cheikh Anta Diop Dakar

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