Raumbezogene Schulforschung

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BMBF-Verbundprojekt (gemeinsam mit Dr. Patricia Stošić, Goethe-Universität Frankfurt): 2018-2020

Das Projekt nimmt aus einer raumtheoretischen Perspektive die Anpassungsreaktionen eines lokalen Schulsystems an veränderte rechtliche, politische und demographische Rahmenbedingungen im Kontext der Inklusion in den Blick. Am Beispiel einer ausgewählten Region wird rekonstruiert, welche spezifischen Auswirkungen die bildungspolitische Maßgabe der ,Inklusion‘ auf die lokale Schullandschaft und deren Akteur*innen hat. Die These lautet: Lokale Bildungsräume können sowohl Teil der Lösung als auch Teil des Problems sein; ihre Anpassungsstrategien können inklusive aber eben auch exklusive sowie (nicht) intendierte Effekte haben. In diesem Sinn ist das übergeordnete Ziel des Projektes, einen Beitrag zur Qualifizierung und Professionalisierung von Lehrkräften zu leisten. Erwartet werden vor allem relevante Impulse für Fragen raumsensibler und inklusionsorientierter Schulentwicklung. Dafür werden in einem Mixed-Methods Design die Analyse der Sozialstruktur von Schulstandorten als auch die Schulbesuchsquoten von Schüler*innen mit einem zugeschriebenen sonderpädagogischen Förderbedarf in einer Bildungsregion mit qualitativ-rekonstruktiven Interviews mit relevanten Akteur*innen so zusammengeführt, dass Erkenntnisse über die räumlich-relationale Konstellation von inklusiven Bildungslandschaften generiert werden können.